Aktuelles & Neuerscheinungen


Woran wir arbeiten


Anke Hinrichs: Feuer und Eis  (Arbeitstitel)

Mit ihrem Buch ist Anke Hinrichs der Anregung eines Mentors gefolgt, als Fachfrau und Betroffene einen Beitrag zu dem ständig aktuellen Thema Inklusion zu leisten. Damit nicht nur über Behinderte geschrieben wird, ohne deren Stimme wirklich zu verstehen, stellt sich Hinrichs, die ein Studium der Sonderpädagogik abgeschlossen hat, der Herausforderung. Sie schildert ihren dornenreichen Weg, der immer von den Bemühungen ihrer Eltern geprägt war, der stark in ihrer Motorik eingeschränkten Tochter zu einem „normalen“ Umfeld mit nicht behinderten Kindern, Jugendlichen und Mitschülern zu verhelfen. In ihrer Liebe zu den Alpen besteigt sie mit gemischten Gruppen von Behinderten und Nichtbehinderten höchste Berge und fühlt sich auf den Skiern sicherer als auf eigenen Füßen, auch auf einem Segeltörn erprobt sie das Zusammensein in einer gemischten Crew.

„Meine Behinderung und die Depressionen sind Teil meines Lebens, aber sie sind nur ein kleiner Teil. Da ist so viel anderes, was auch gelebt werden will, was sich aber erst auf den zweiten Blick erschließt,“ lautet ihr Fazit. Ihr Buch richtet sich vor allem an Menschen ohne Behinderung, an Ärzte, Therapeuten, Lehrer, Politiker, denen sie ihre Welt näher bringen und die sie sensibilisieren möchte. Anhand selbst erlebter, aber auch erlittener Erfahrungen der Autorin, mag der/die Leser/in sich einen eigenen Eindruck verschaffen, ob oder inwieweit sich Anspruch und Wirklichkeit im Umgang mit Behinderten decken. Dieses bewegende und nachdenklich stimmende Buch erscheint voraussichtlich Frühjahr 2021.


Johannes Bauch: Als der Ostblock zerfiel
Ein deutscher Diplomat an der Botschaft in Warschau  (Arbeitstitel)

Johannes Bauch hat den Mauerfall im November 1989 von Warschau aus als Diplomat an der deutschen Botschaft erlebt. Er war dabei, als Bundeskanzler Helmut Kohl mit einem Teil seines Kabinetts in der polnischen Hauptstadt weilte und angesichts der dramatischen Ereignisse in der DDR seinen Besuch unterbrach, um nach Berlin zu eilen. Denn diese deutsch-polnische Begegnung sollte trotz der besonderen Umstände mit Rücksicht auf die sich abzeichnende Chance einer neuen Qualität der Beziehungen beider Länder nicht einfach verschoben werden. Bauch erinnert sich an die Ausreise Tausender von DDR-Bürgern, die auch über Warschau vor allem mit der Bahn in die Bundesrepublik führte. Er schildert die Rolle der Botschaft bei den gigantischen logistischen Herausforderungen und die vielfältigen Unterstützungen seitens polnischer Behörden und Warschauer Mitbürger. Als Botschafter nach Warschau zurückgekehrt, erlebte Bauch seit 1993 hautnah die politischen Veränderungen in Polen und beschreibt die Zusammenarbeit und Begegnungen mit den wichtigsten politischen und kirchlichen Vertretern des Landes.

Sein an Eindrücken reiches Diplomatenleben hat Johannes Bauch 1999 in Warschau beendet. Dass der Badener aus Freiburg sich dafür entschied, den Ruhestand in Berlin zu verleben, hat vor allem damit zu tun, dass er nach den vielen Jahren seiner Tätigkeit in Polen das Nachbarland nicht aus den Augen verlieren und die gewachsenen Bindungen weiter pflegen wollte. So sehr sind ihm die polnischen Nachbarn ganz offensichtlich ans Herz gewachsen. Erscheinen des Buches voraussichtlich Frühjahr 2021.


Neuerscheinungen

Unerhörte Geschichte – Frei – aber verpönt – Barbara Stellbrink-Kesy, Dezember 2020, reihe zeitgeschichte

Alles im Fluss – Weser-Elbe-Spree – Jens Schildknecht, Juli 2019, reihe biographie privat

Der Erste Weltkrieg in Erlangen – Ein Lesebuch – Heinrich Hirschfelder, 1. Auflage, 2018, reihe zeitgeschichte

Mieke Mullworp – Paul-Eberhardt Schernich, August 2018, reihe _n.ius:  eine niederdeutsche Bildergeschichte in Versform (der englischen Version Maura the Mole)

Welt erfahren – Karin Meyer-Wendecker und Marlene Müller-Rytlewski, Berlin Mai 2018, reihe biographie privat

Schlamm – Die neun besten Texte des Literaturwettbewerbs 2017. Herausgegeben von Beate Hawickhorst, Autorenforum Berlin. September 2017

Der Mann im Spiegel – Hamburger Jahre. Jens Schildknecht. Juli 2017, reihe biographie privat

Das Kriegsgefangenenlager Erlangen und seine auswärtigen Arbeitskommandos im ersten Weltkrieg – Ein Beitrag zum Gefangenenwesen im Königreich Bayern, Heinrich Hirschfelder, 1. Auflage, 2016, reihe zeitgeschichte

Berlin-Moabit 3. erweiterte Auflage, Juli 2016
Geschichten aus Europas größtem Kriminalgericht –
Histoires de Chambres Criminelles
Herausgegeben von Roland Walter, reihe _n.ius

Berlin-Moabit Criminal Court Stories
Jetzt auch für englischsprachige Leser
1. Auflage, Juli 2016, reihe _n.ius

Gesprächskreis „Kunst und Justiz“  am 14. August 2019 in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung

Philipp Heinisch Karikaturist & Jurist im Gespräch mit unserer Autorin  Helene Bode, Rechtsanwältin i.R., über 40 Jahre Strafverteidigung im Kriminalgericht Moabit und ihr Buch Putengeschnetzeltes und das Urteil am Telefon – Aus dem Leben einer unerschrockenen Strafverteidigerin

Literaturwettbewerb 2017 mit der Anthologie „Schlamm“

Lesung und Preisverleihung am 23. September in der Schwartzschen Villa York Freitag, Henry Kersting, Detlef Seydel (Preisträger 1-3) sowie die weiteren Autoren der Anthologie (in alphabetischer Reihenfolge): Alexandra Friedmann, Slavica Klimkovsky, Anita Liebmann, Alexandra Lüthen, Rainer Schildberger und Yvonne Veselsky.


Podium

Michael Sacharow, Martina Englert (Dolmetscherin), Nina Rudakowa

Vorstellung des Buches Geraubte Kindheit – Russische Jugendliche in deutschen Arbeitslagern am 20.2.2011 im Bernhard-Lichtenberg-Haus in Berlin vor mehreren Hundert Zuhörern. Hauptförderer dieser Publikation war die Stiftung Rosenbaum. Die Stiftung hat auch schon die Herstellung des zba-Buches Hingesehen – Weggeschaut (Herausgeber Friedrich Detlev Hardegen) finanziert und es der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin zum Vertrieb zur Verfügung gestellt.

Der Lesung (Herausgeberinen Angelika Westphal & Ruth Keseberg-Alt) folgte eine Podiumsdiskussion unter Leitung von Joachim Jauer (Fernsehjournalist) mit den Zeitzeugen Nina Rudakowa und Michael Sacharow sowie mit dem Historiker Prof. Dr. Wolfgang Wippermann, Mechthild Rawert (MdB) und Ruth Keseberg-Alt (Herausgeberin).